SAC -Schweizer Alpen Club BFU, Beratungsstelle für Unfallverhütung

Unsicherer Abseilstand in der Galengrat-Südverschneidung (Furkagebiet)

Datum der Veröffentlichung: 27.08.2014 - Klettertour

Der untere Haken eines Abseilstandes (Mammut Longlife) an der Galengrat-Südverschneidung lässt sich von Hand herausziehen. Der obere Haken (gleicher Typ) scheint noch fest zu sitzen.

Die Problematik dieses Bohrhaken-Typs ist bekannt (siehe Sicherheitsmeldung vom 28.8.2013 «Rot Chälen»). Es kann bei axialer Belastung zu einem Versagen kommen. Eine solche Belastung ist an diesem Stand kaum vermeidbar, da sich darunter eine grössere Plattform befindet, was beim Abseilen unvermeidlich zu einem Zug in Längsrichtung führt. Wir haben diesen Sachverhalt an die lokalen Experten weiter geleitet. Im freien alpinen Gelände gibt es keine verbindlichen Verantwortlichkeiten und es ist noch offen, ob und bis wann diese Schwachstelle saniert werden kann. Wir empfehlen deshalb, diesen Abseilstand bis auf weiteres zu meiden. Dies entweder, indem man über die neuere Variante wie im Topo «Schweiz Plaisir Ost» / Filidor Verlag abseilt. (Eher mühsam, da Seitenzug im flacheren und blockigen Gelände; Seilblockierung!). Oder aber, in dem man die Abseilpiste östlich der Verschneidung und des SE-Sporns ab P. 3252 im Galengrat benutzt. Dies erfordert jedoch Bergschuhe und je nach Firnzustand auch Pickel und Steigeisen für den Rückweg.

Bild: Kornelius Elstner